buch

Die Zeugung

 

Der Schnee fällt lautlos in diesem Wald. Doch Er oder Es ist wie eine donnernde, grollende Plage über sie hergefallen, dem Ersten biss er gleich die Kehle durch. Genicke knacken laut, Arme werden entrissen, Knochen brechen. Gewandt, wie eine große Katze, springt er von einem Schergen zum nächsten und richtet in seinem Blutrausch ein fürchterliches Gemetzel an. Madelaine sitzt vollkommen verängstigt in der Kutsche, weiß nicht, wie ihr geschieht. Die Schreie sterbender Soldaten klingen ihr in den Ohren. Sie empfindet kein Mitleid mit ihnen. Nichts. Nein, es ist vielmehr befriedigend, sie winseln zu hören. Rauch und der penetrante Geruch von verbranntem Fleisch dringt in ihr Refugium ein. Langsam verstummen die Schreie. Sie hört noch einige Knochen brechen, bis kein Laut mehr zu hören ist. Absolute Stille. Das Flackern der Kerze ist ihr einziger Freund. Was wird nun geschehen? Nervenzehrende Einsamkeit. Sie kann nicht raus. Sie hört schwere Schritte langsam auf den Wagen zukommen. Das sabbernde, laute Atmen beunruhigt sie. Nun spürt sie wieder Angst! Ihr Herz zieht sich zusammen und schlägt so schnell, dass sie glaubt, ihre Adern müssten platzen. Was soll denn noch passieren?

Die Schritte verharren vor der Tür. Nichts ist zu hören. Totenstille. Erneut dieses unnatürliche Atmen. Ihr Herz schlägt bis in Ihren Schoß.   Pauhhh! Mit einem lauten Krachen wird die Tür aus den Angeln gerissen und fort geschleudert. Helle Feuersbrunst schießt zur Tür herein. Ihr Herz rast. Vom Feuer umrahmt erkennt sie die Umrisse einer großen, nein, riesigen, kräftigen Gestalt. Sie sieht jede Bewegung des Atmens auf dem übermenschlichen, schweren Oberkörper. Feuer und beißender Rauch liegen in der Luft. Es riecht abscheulich nach Fäkalien, die die sterbenden Soldaten in ihren letzten elendigen, angsterfüllten Sekunden aus ihrem Körper entlassen haben müssen, kurz bevor ihre Seelen in die Tiefen der Höllen gesogen wurden. Doch übertüncht wird all dies von einem animalischen Geruch, der ihr in die Nase steigt. Es sind reine Endorphine. Sie hört das Tier - es muss ein Tier sein - laut gurgelnd atmen. Nebeldämpfe schießen aus seinen Nüstern und durch die Kälte steigen Schwaden auch von seinem erhitzten Körper auf. So sieht sie ihrem vermeintlichen Ende entgegen. Ein flüchtiger Blick zeigt ihr die in Blutlachen liegenden, zuckenden Körperteile der Soldaten. Feuerherde überall. Das Ungeheuer tritt einen gewaltigen Schritt ins Licht der Kutsche vor. Wie Wild in der Falle, drückt sie sich ganz tief in die Ecke der Kutsche. Sie möchte schreien, doch sie kann es nicht. Sie spürt die Wut, die von diesem Wesen ausgeht. Es kommt näher. Im Schein der Kerze sieht sie erschrocken das ganze Blut, das an seiner Brust herabfließt. Dampfend. Erhitzt. Sie mag nicht aufsehen. Ihr Blick folgt dem rinnenden Blut all ihrer Peiniger, deren Tod sie doch so herbeigesehnt hat, die Brust hinunter, über den Bauch weiter zu diesem unglaublichen Gemächt zwischen den Lenden des Wesens. Es ist kein Mann, es ist kein Tier, es ist ein Monster.

Noch kann sie das Gesicht nicht erkennen. Seine Haut sieht schuppig aus, wie die einer Echse, aber sie ist glatt und glänzt wie Kristall. An den roten, blutüberströmten Armen kann sie die Adern sehen, die pochend durch die Haut scheinen. Welch ein Ungeheuer wird ihrem kurzen Leben wohl nun ein Ende setzen? Sie kann Klauen erkennen, wo sonst Hände sind. Krallen, an denen noch Fleischreste der gefallenen Soldaten hängen. Es kommt unaufhaltsam näher. Aber sie spürt nicht nur diese unbändige Angst in sich. Es ist mehr ... Es ist, als ob sie die Kraft und die Blutlust, die Gier dieses Wesens fühlen kann. In dieser Gewissheit macht sie ein Ende mit sich und der Welt. Die Pranken greifen den zersplitterten Türrahmen. Langsam und gebeugt kommt der Kopf des Wesens näher. Sein Atem wird merklich ruhiger. Als sie im Lichtschein der flackernden Kerze dieses Gesicht erkennt, kann sie den Ekel kaum überwinden und sieht die Ohnmacht in sich aufsteigen. Es ist eine entstellte Fratze mit einem breiten Maul, an dem das frische, warme Blut heruntertropft. In den tiefen Augenhöhlen liegen blutunterlaufene, rote Augen. Halb Mensch, halb Drache, geht ihr durch den Kopf. Sie erträgt die Anspannung nicht länger, will schon ihre Augen schließen ...

Da stürzt das gierige Ungeheuer mit weit aufgerissenem Maul auf sie zu! Sie kann nicht anders, als laut zu schreien. Sie wünscht sich, in Ohnmacht zu fallen, um die folgenden Schmerzen nicht spüren zu müssen. Es scheint ihr, als ob sie ihr nahendes Ende in Zeitlupe sehen könnte. Die Fratze bewegt sich auf sie zu, der erigierte Prügel schwingt auf und ab, vor und zurück, einem rolligen Hengst gleich. Das Blut läuft daran hinunter. Die starken Muskeln an seinem Oberkörper spannen sich an, kraftvoll und hart. Die Klauen zersplittern mit Leichtigkeit das Holz der Kutsche. Diese unbändige, außergewöhnlich Kraft lässt sie auf ein schnelles Ende hoffen. Sie riecht ihr eigenes Adrenalin, spürt ihr Zittern. Aber da ist noch etwas. Es ist der Duft dieses Wesens. Sinnlich, berauschend. Mit dem nächsten Satz ist die Kreatur bei ihr, seine Arme greifen nach ihr. Die Klauen bohren sich in ihr Fleisch. Der heiße Atem brennt sich in ihre Wange. Sie hört ihr Herz, nein, sie hört ihrer beider Herzen in einem unglaublichen Tempo schlagen! Es dröhnt in ihren Ohren und sie kann es an ihrem Hals fühlen. Sie ahnt schon, wie ihr an dieser weichen Stelle das Fleisch herausgerissen wird. Doch dann … Seine Arme umschließen ihren Rücken, greifen um ihre Beine. Er hebt sie mit aller erdenklicher Vorsicht hoch. Sie kann seinen schnaubenden, keuchenden Atem in ihrem Nacken fühlen. Er hält schützend ihren Kopf und in einem explosionsartigen Kraftakt durchbrechen sie das Dach der Kutsche. Hinauf in den dunklen Himmel, der von den schnell vorbeifliegenden Schneeflocken erhellt wird. Ist es sein Körper, der sie wärmt? Nein, wie in einem warmen Luftstrom schweben sie der Mondsichel entgegen, hinauf zu dem Wolkenbett, das sie verhängt. Sie ist noch berauscht von dem, was passiert ist. Sie hält sich mit aller Gewalt an ihm fest. Ihre Augen sind geschlossen. Sie spürt nur das pochende Herz und die starken Muskeln, die sie wie eine Feder tragen. Was passiert hier? Zunehmend verliert sie ihre Angst, konzentriert sich auf sich und ihre Umgebung. Sie spürt nun doch die Wärme, die von diesem starken Körper ausgeht. Nein, es ist mehr. Sie fühlt, wie die Wut und die Gier langsam abebben und sich dieses unglaublichen Duftes auf ihren Lippen ausbreitet. Als ihre Zunge darüber streicht, schmeckt sie ein nie zuvor empfundenes Glücksgefühl. Der Geschmack explodiert bis in ihren Schoß! Erregt sie aufs Äußerste. Verliert sie letztendlich ihre Sinne? Ein unglaubliches Wohlbehagen geht in ihr auf.

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Immer mehr verliert sie nun ihre Angst. Sie findet ihre Sinne wieder. Ihre Gedanken werden klarer und sie spürt die Schmerzen seiner Krallen in ihrem Rücken. Sie ist wieder Herrin ihrer Sinne und endlich wagt sie es, ihre Augen zu öffnen. Überall  Blut! An ihrem weißen Kleid, ihrer Brust, ihren Armen und Händen. Überall dieses tief dunkle, sämige, rote Blut. Ihr wird klar, dass es auch an ihren Lippen ist, ihr ganzes Gesicht davon bedeckt wird! Aber da ist kein Schauer, der sie überströmt, es ist Erregung. Dieser dunkle, schwere Duft, einem sehr alten Portwein gleich, berauscht sie. Die strenge Süße des Blutes fasziniert sie, macht sie fast gierig. Ihr Kopf, an seine Brust gelehnt, kann das Pumpen seines Herzens, den festen, harten Schlag fühlen und hören. Die wohlige Wärme der Luft und die starken Arme, die sie festhalten, lassen sie zunächst ihre Ruhe wiederfinden. Im Rausch des Fluges sieht sie Lichter unter sich vorbeiziehen und kleiner werden. Die unwirtliche Landschaft geht über in ein großes Band aus Wolken im Mondschein! Wo bringt dieses Ungeheuer sie hin? Doch je höher sie steigen, umso ruhiger wird sie. Die schuppige Haut ist unerwartet weich und warm. Ihr Flug wird langsamer und endet über einer dunklen riesigen Wolke. Sanft entlässt er sie aus seinen Armen. Es ist unglaublich. Der warme Luftstrom, der beide umgibt, trägt auch sie. Sie kann hinabsehen auf ihre frei schwebenden Füße und die Lichter unter sich. Wolkenschwaden ziehen unter ihr vorbei, hoch wie ein Schloss, auf das sie herabschaut wie ein Adler. Langsam wandern ihre Blicke an ihrem Gegenüber höher. Ein wenig ängstlich erkennt sie seine krallenartigen Füße, die in stählernen Beinen münden. Die Oberschenkel sind breit und muskulös wie die eines Ochsen. Dazwischen streckt sich ihr hochaufgerichtet sein erregter Pfeiler entgegen. Sein Bauch und seine Brust, gehalten von starken Muskeln, heben und senken sich in einem ruhigen Rhythmus. Sie fühlt eine ungewöhnliche Vertrautheit, nein es ist mehr, es ist Zuneigung. Dann - im aufleuchtenden Mondschein, das Unfassbare.

Die schreckliche Fratze ist fort und an ihrer Stelle erstrahlt ein mannhaftes, kantiges Gesicht mit traurigen, erotischen, stahlblauen Augen. Der Wind spielt in seinem dunklen Haar. Auch das Blut, das noch immer an seinen Mundwinkeln herunterläuft, schreckt sie nicht mehr. Seine Ausstrahlung, sein gewaltiges und doch weiches Wesen fesseln sie sofort. Ein tiefes Gefühl der Geborgenheit umgibt sie, zögerlich berührt sie seine Brust. Er spricht kein Wort und doch versteht sie ihn. Unbändige Gefühle steigen nach dieser Berührung in ihr auf. Trauer nach einem geliebten Gefährten, den sie lange vermisst und dem sie nachgeweint hat. Aber auch ein vollkommenes Glück, als ob sie einander verloren und hier endlich wiedergefunden hätten. Ihre Hand streift über sein Gesicht, seine Wangen und wischt das Blut aus seinen Augenwinkeln. Sie ergibt sich ihrer unendlichen Lust ihn zu küssen. Er greift unter ihre Achseln und hebt sie ganz vorsichtig zu sich heran. Durch ihr Kleid kann sie seinen Stamm an ihren Schenkeln spüren. Ihre Münder treffen sich in einem unaufhaltbaren Schwall der Erregung. Seine starken Arme halten sie fest, drücken ihre zarte Brust gegen seine. Ihre Lippen berühren einander, seine heiße Zunge fährt langsam in sie hinein und ihre Zungenspitzen umgarnen einander heftig. In pulsierenden Bewegungen pumpt er sie vorsichtig in ihre warme Mundhöhle. Sie hat das Gefühl, als ob sie von zwei Zungen gleichzeitig verwöhnt wird. Sein Spiel macht sich auch zwischen ihren Schenkeln bemerkbar. Im Rausch ihrer Sinne spürt sie das Beben und die Sehnsucht zwischen ihren Beinen. Sie drückt ihren Unterleib fester gegen seinen Schwanz und spürt dort die sofortige Gegenreaktion. 


Da ist diese unendliche Vertrautheit, Sinnlichkeit und Erregung, von seinen Armen gehalten zu werden. Schauer laufen über ihren Rücken, wollen nicht nachlassen. Ihre Muskeln spannen sich an und sie genießt diese befreiende Umarmung unendlich. Der Duft und der Geschmack des Blutes auf ihren heißen Zungen versetzten sie zusätzlich in stimulierende Erregung. Sie will mehr. Im Rausch ihrer Sehnsucht nach seinem Schoß wächst hier oben, unter dem Mond, auf einem gewaltigen Bett aus Wolken, ihre Lust ins Unermessliche. Sie erkennt, dass ihre Seelen verwandt sind. Sie fühlt seine Gier und er kann ihre Lust empfinden. Sie kann die Erregung nicht mehr aushalten, schlingt ihre Beine um sein Becken und setzt sich so geradewegs auf seinen unglaublichen Ständer, als würde sie ihn reiten.

Sofort spürt sie das Pulsieren und die Erregung. Ihre feuchten Schamlippen tränken den Stoff ihres Kleides. Der Stoff ihres Unterkleides verhindert nicht das Gespür für die Hitze, die sein Stamm zwischen ihren Beinen hinterlässt. Seine Kralle hebt zaghaft Ihren Rock und wie Papier ritzt er ihren Slip auf, langsam und vorsichtig, um sie nicht zu verletzten. Der warme Strom, der sie trägt, fährt unter ihr Kleid und umspielt ihren freiliegenden, zarten, hellen Hintern. Und dann spürt sie, wie langsam der Stoff zwischen ihren mittlerweile nassen Schamlippen und seinem warmen Schwanz fortgezogen wird. Mit jedem Stück Stoff, das sich entfernt, spürt sie noch intensiver das heiße Fleisch seines Riesen. Sie spannt die Innenseiten ihrer Schenkel an, als ob sie ihn festhalten will. Presst ihren Venushügel gegen sein Schambein und spürt seinen Schwanz bis zum hinteren Ende ihrer Rosette. Unwillkürlich spannt sie auch ihre Pobacken an, um ihn auch dort zu fühlen. Die feuchte Wärme seines Saftes oder des restlichen warmen Blutes steigen in ihre dunkle Öffnung.

Ihre Münder verzehren sich nacheinander und sie genießt das Spiel seiner Zunge in ihrem Mund. Sie hält ihn fest umarmt und will sich nie wieder von ihm lösen. Sie spürt die Gier und die Hitze seines Körpers überall. Das Blut in seinem Gesicht erregt sie noch mehr. Wild, fast beißend, ohne ihn zu verletzten, versucht sie es mit ihren Lippen aufzunehmen. Wie im Rausch treibt sie ihre Zunge über seine Wangen und genießt diesen süßen, warmen Geschmack und den Taumel, in den sie gezogen wird. Wieder fühlt sie seine Krallen an ihrem Rücken. Langsam durchtrennen die rasiermesserscharfen Spitzen ihr Kleid, während sein Arm sie fest um ihre Hüfte fasst und gegen sich drückt. Sie spürt, wie sich die Nacktheit ihres Rückens mehr und mehr ausbreitet. Dann reibt der Stoff langsam an ihrer Brust. Das Kleid wird behutsam zur Seite gezogen und ihre erregten Knospen gestreichelt. Plötzlich liegt ihre rechte Brust frei und drückt sich unversehens gegen seinen starken Oberkörper. Das restliche, noch feuchte Blut verteilt sich sofort auf ihrer hellen, zarten Haut und lässt sie im strahlenden Mondlicht wie Öl glänzen. Es ist wundervoll, seine warme, geschuppte Haut an ihren Nippeln zu spüren. Sie genießt es und presst fordernd ihre Zunge in seinen Mund. Ihr Becken reibt sich an seinem harten Ständer. Sie bewegt ihren Oberkörper, während nun auch ihre zweite Brust freigelassen wird und, mondhell erstrahlend, getränkt wird vom süßen Blut seiner Brust, gegen die sie sich drückt. Ihre Nippel, spitzt und hart, reiben über diese erstaunlichen, zarten Wellen seiner außergewöhnlichen, schuppigen Haut und die Erregung schießt wieder zwischen ihre Beine. Gierig umschließen ihre Hände seine Wangen und wilder wird ihr Zungenspiel. Dann berühren ihre Knospen seine harten, hervorstehend Nippel und unversehens spürt sie die Kontraktion seines Gliedes zwischen ihren Schenkeln. Bei jeder Berührung ihrer Brustspitzen wird sie intensiver. Sie erregt seine Gier noch stärker, ihr Saft ergießt sich wie Honig über seinen Schaft. Welch ein Genuss ...


 

 

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© Mark Ritter